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Gemeinsam auf dem Spielfeld: Die inklusive U14 der Capitol Bascats

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Wo Basketball mehr ist als ein Spiel

In der U14 der Capitol Bascats wird Inklusion im Basketball ganz selbstverständlich gelebt.

Auf dem Weg zur Sporthalle läuft ein Mädchen neben Trainerin Daniela Brendel her, als diese ihr ein buntes Freundschaftsbuch zurückgibt. „Ich habe es ausgefüllt“, sagt sie und lächelt. Die beiden bleiben kurz stehen, blättern gemeinsam darin und lachen. Schon vor Trainingsbeginn wird deutlich, wie eng die Verbindung in diesem Team ist.

In der Halle wummern fröhliche Hits aus der Box und Bälle prallen im Takt auf den Boden. Einige Kinder werfen schon auf den Korb, andere tanzen noch ein bisschen zur Musik, lachen und rufen sich etwas zu. Es ist laut und lebendig, gleichzeitig aber erstaunlich entspannt. Niemand wirkt gehetzt und niemand wird gedrängt.

„Wir lassen uns für alles ein bisschen mehr Zeit“, sagt Daniela Brendel und behält dabei alle im Blick. Dann klatscht sie in die Hände und das Training der inklusiven U14-Mannschaft der Capitol Bascats Düsseldorf beginnt.

Ein Verein, der Inklusion lebt

Der 2016 gegründete Verein ist heute der größte reine Mädchen- und Damen-Basketballverein Deutschlands. Mit mehr als 570 Mitgliedern, rund 20 Jugendteams und einer klaren Ausrichtung auf Nachwuchsarbeit prägen die Capitol Bascats das Bild des Vereins. Der Club ist in Oberbilk zu Hause, genauer gesagt im „Bascats Garden“, der Sporthalle des Wim-Wenders-Gymnasiums.

Neben Leistungs- und Breitensport gehört seit einigen Jahren auch das Thema Inklusion fest zur Vereinsphilosophie. Seit 2019 erweitern die Bascats diesen Bereich kontinuierlich und inzwischen gibt es zwei inklusive Teams.

Das U14-Inklusionsteam richtet sich an Kinder, die gemeinsam Basketball erleben möchten, unabhängig von ihren individuellen Voraussetzungen. Für Jugendliche und Erwachsene ab 14 Jahren gibt es zusätzlich das Unified Team, in dem Menschen mit und ohne geistige Beeinträchtigung gemeinsam trainieren und spielen. Beide Mannschaften verfolgen das gleiche Ziel. Sie wollen einen Raum schaffen, in dem Basketball gespielt wird und in dem Teilhabe selbstverständlich ist. In diesem Raum steht die Gemeinschaft im Mittelpunkt.

Ein Team, das Unterschiede selbstverständlich macht

In der inklusiven U14-Mannschaft trainieren rund zwölf Kinder zwischen 6 und 16 Jahren gemeinsam, etwa zur Hälfte mit und ohne geistige Behinderung. Dabei werden die Kinder mit geistiger Behinderung als Athlet:innen bezeichnet, die Kinder ohne als Partner:innen. Auf dem Spielfeld tritt diese Unterscheidung jedoch schnell in den Hintergrund.

„Wir trainieren eigentlich nicht anders als andere Teams“, erklärt Brendel, die seit der Gründung im Verein aktiv ist und heute auch als erste Vorsitzende Verantwortung trägt. Die Übungen sind die gleichen. Es wird gepasst, gedribbelt und geworfen. Der Unterschied zeigt sich in den Details. Manche Kinder bekommen genauere technische Hinweise, andere feiern schon kleine Fortschritte als großen Erfolg.

Was sofort auffällt, ist die Atmosphäre. Die Kinder unterstützen sich gegenseitig, warten aufeinander und feuern sich an. Viele von ihnen sind über Umwege ins Team gekommen, zum Beispiel über Geschwisterkinder. So ist nach und nach eine ausgeglichene Gruppe entstanden.

Training auf Augenhöhe

Zu Beginn des Trainings sitzen alle Kinder im Kreis zusammen. Sie erzählen, hören zu und lachen. Eine der Athletinnen übernimmt die Anwesenheit. Das geschieht ganz selbstverständlich und ebenso selbstverständlich ist die Aufmerksamkeit der anderen.

Kurz darauf gibt es eine Überraschung. Die Mannschaft bekommt neue Trikots. Die Freude ist riesig. Die Kinder ziehen die Sachen direkt über, zeigen sie sich gegenseitig und drehen sich vor Begeisterung. Für einen Moment steht der Basketball still. Dieser Moment wirkt genauso wichtig wie das Training selbst.

Daniela Brendel ist dabei immer mittendrin. Sie erklärt, ermutigt und korrigiert. Gleichzeitig hat sie jedes Kind im Blick. Sie behandelt alle gleich und vermeidet es, Unterschiede in den Vordergrund zu stellen. Wahrscheinlich ist es genau diese Mischung aus Struktur und Herzlichkeit, die das Team trägt.

Wenn Inklusion an Grenzen stößt

Eine Herausforderung bleibt, passende Gegner zu finden. Die Definition von inklusiven Mannschaften wird oft sehr unterschiedlich ausgelegt. Deshalb ist es nicht immer einfach, Freundschaftsspiele zu organisieren. Trotzdem gibt das Team nicht auf. Es knüpft Kontakte und arbeitet daran, mehr Austausch zu schaffen.

Für Daniela Brendel geht es dabei um mehr als nur den eigenen Verein. Sie wünscht sich, dass sich insgesamt mehr bewegt. „Ich würde mir wünschen, dass Hemmungen wegfallen und Hürden überwunden werden, die in meinen Augen gar nicht da sind“, sagt sie.

Ein klarer Wunsch an den Sport

Was es dafür braucht, beschreibt sie ganz konkret. „Wenn man mit viel Herzblut dabei ist und sich ein bisschen mehr Zeit gibt, dann kann man mit einer inklusiven Gruppe genauso trainieren wie mit einer nicht inklusiven Gruppe.“

Dieser Satz bleibt hängen. Er ist zugleich eine Einladung an Vereine, Eltern und alle, die Sport möglich machen.

Capitol Bascats Düsseldorf e.V.
Bilker Allee 22
40219 Düsseldorf

www.capitolbascats.de

Text: Helena Gräfe 

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