Nach dem großen Erfolg im vergangenen Jahr wird die Aktion zu Karneval 2012
fortgesetzt. Sie wird mit einer breit angelegten Öffentlichkeitskampagne flankiert. Ordnungsdezernent Dr. Stephan Keller präsentierte heute die aktuelle Kampagne. Dabei erhielt er tatkräftige Unterstützung vom Präsidenten des Comitee Düsseldorfer Carneval, Josef Hinkel.
Ziel der Aktion ist es vor allem, die Sicherheit der Feiernden zu erhöhen: In früheren Jahren hatten sich regelmäßig viele jecke Besucher der Altstadt an Glasscherben verletzt. "Wir konnten die Zahl der Schnittverletzungen
an den tollen Tagen, die sich zuvor bei 200 pro Jahr bewegt hatte,
im vergangenen Jahr auf 13 reduzieren", betonte Beigeordneter Dr. Stephan
Keller.
Auf das Glasverbot in der Altstadt an Karneval weisen im Vorfeld Info-Screens an den U-Bahn-Haltestellen Hauptbahnhof und Heinrich-Heine-Allee hin. Die Screens sind bereits geschaltet. Im Fahrgast-TV der Rheinbahn sind ebenfalls in Kürze Spots zu dem Thema zu sehen. Rund 80 Großplakate im Stadtgebiet mit dem Slogan der Kampagne und dem Clown, den Jaques Tilly kreiert hat, weisen auf die Aktion scherbenfreie Altstadt hin. Sie werden ab Montag, 6. Februar, zu sehen sein. Die Deutsche Bahn AG bestückt ihre Schaukästen an den Bahnhöfen – auch im Umland an den zuführenden Bahnstrecken – mit Plakaten in kleinerem Format. Auch die Rheinbahn hängt an den Haltestellen Hinweise
aus. An den Seiten der Fahrzeuge der Awista werden ebenfalls die Plakate mit dem sympathischen Clown zu sehen sein. Zudem sind 15.000 Faltblätter gedruckt worden. Sie werden in den nächsten Tagen im Stadtgebiet ausgelegt oder von den Mitarbeitern des Ordnungs- und Servicedienstes (OSD) am Hauptbahnhof verteilt.
An den tollen Tagen selber weisen an den 16 Zugängen zur Altstadt große Banner und auch Plakate auf die Aktion hin: "Scherbenfrei und jeck dabei" heißt es dort. Und weiter: "Liebe Jecken! Zu Ihrer Sicherheit geht es ab hier nur ohne Glasbehälter weiter. Danke". Dort stehen insgesamt 242 Ordnungskräfte parat, um auf das Glasverbot hinzuweisen. Auch im Gebiet wird durch Polizei und OSD kontrolliert. Die Mitarbeiter des OSD werden verstärkt um weitere Mitarbeiter der Stadt und privater Sicherheitsdienste. Sie fordern die Jecken, die doch noch Glasbehälter dabei haben, dazu auf, sie in die bereitgestellten Altglascontainer zu werfen.
Die Händler und Gastronomen in der Altstadt wurden schon früh in die Planungen eingebunden, damit sie bei ihren Getränke-Bestellungen für Karneval Getränke in anderen Verpackungen als Glas ordern konnten. So hatten sie schon im vergangenen Jahr zur Abgabe außer Haus auf PET-Flaschen umgestellt.
Rechtliche Grundlage des Glasverbots ist eine entsprechende Allgemeinverfügung, die die Stadt bereits im November im Amtsblatt veröffentlicht hat. Die Klagefrist ist abgelaufen, von der Klagemöglichkeit hat in Düsseldorf kein Bürger Gebrauch gemacht. Den Händlern und Wirten im Geltungsgebiet des Verbotes wird der Verkauf von Glasbehältnissen schriftlich untersagt. "Das ist kein unfreundlicher Akt", erklärte Ordnungsamtsleiter Michael Zimmermann. "Soweit ich weiß, unterstützen alle Händler und Wirte die Aktion und werden sich freiwillig daran beteiligen. Wenn aber zu Karneval eine freiwillige Zusage nicht eingehalten wird, könnte die Stadt ohne die gültige Allgemeinverfügung nicht rechtswirksam eingreifen."
Wieder Glasverbot zu Karneval in der Düsseldorfer Altstadt

In der Düsseldorfer Altstadt wird auch 2012 glasfrei Karneval gefeiert.



