Hohes Einsatzaufkommen während der tollen Tage, jedoch ohne besondere Vorkommnisse, so bilanziert die Düsseldorfer Polizei den diesjährigen Straßenkarneval zwischen Altweiber und Veilchendienstag. Mit 3054 Einsätzen lag die Zahl unter Vorjahresniveau (Vorjahr: 3142). Die Polizei war von Donnerstag bis Dienstagmorgen mit mehr Kräften zu den neuralgischen Zeiten an den Brennpunkten präsent. Problemgruppen, Randalierer und auffällige meist alkoholisierte Jugendliche wurden frühzeitig erkannt, angesprochen und wenn nötig auch in das Polizeigewahrsam eingeliefert. Gegen 176 Personen, meist junge Männer, wurde ein Platzverweis für den Innenstadtbereich ausgesprochen. Der entsprechende Vordruck über die Maßnahme wurde den Betroffenen ausgehändigt. Schwerpunkte waren hier Altweiber mit 76 und der Rosenmontag mit 56 Platzverweisen. Nach Ansicht der Eingreifkräfte zeigte die "neue Maßnahme" Wirkung.
In der Innenstadt war täglich eine Polizeihundertschaft zusätzlich im Einsatz. Den Einsatz rund um den Rosenmontag und das deutlich erhöhte Einsatzaufkommen bewältigen zusätzlich mehrere hundert Beamte. Die Polizeitaktik ging auf. "Die starke Polizeipräsenz, das konsequentes Einschreiten gegen Problemgruppen und die neuen Platzverweisungen haben sich aus unserer Sicht bewährt", betonte Leitender Polizeidirektor Dieter Höhbusch heute.
Hier die Zahlen der Polizeileitstelle aus diesem Jahr (in Klammern die Vorjahreszahlen): In 124 (95) lautete das Einsatzstichwort Körperverletzung. 70mal (61) wurde die Polizei zu Schlägereien gerufen. In 127 Fällen (110) ging es um Randalierer. Bei 185 (214) Einsätzen mussten sich die Beamten mit allgemeinen Streitigkeiten beschäftigen.
Die Leitstelle der Feuerwehr hatte ab Beginn des Rosenmontagzuges aller Hand zu tun. Die Disponenten bearbeiteten bis 20 Uhr fünf Feuermeldungen, 18 Hilfeleistungen, 171 Rettungsdiensteinsätze, 100 Krankentransporte und 28 sonstige Einsätze. Der Rosenmontagszug war für die Feuerwehr und die Hilfsorganisationen arbeitsreich, aber nicht auffällig. Aus den sechs Unfallhilfsstellen und den drei mobilen Rettungswachen entlang des Zugweges wurden 36 (40) Krankentransporte und 31 (30) Notfalleinsätze – davon fünf mit Notarzt in die umliegenden Krankenhäuser gefahren. In den Unfallhilfsstellen behandelten Ärzte und Sanitäter der Hilfsorganisationen 151 (82) Menschen. Überwiegend kamen die Hilfe suchenden Jecken wegen zu starken Alkoholgenusses - 24 (15) Jugendliche und 18 (30) Erwachsene, kleineren
Verletzungen durch Schnitt-, Platz- und Schürfwunden sowie Prellungen oder wegen Kreislaufproblemen in die Zelte oder mobilen Rettungswachen.
In der Unfallhilfsstelle im Marienhospital gab es einen alkoholisierten renitenten Narren, der durch die Sanitäter des Deutschen Roten Kreuzes aber beruhigt werden konnte. Um 17.37 Uhr fiel ein sieben Jahre altes Mädchen auf der Friedrichstraße aus einem Bollerwagen und war kurzzeitig ohne Bewusstsein. Ein hinzugerufener Rettungswagen brachte die mittlerweile wieder ansprechbare Laura zur Abklärung ins Krankenhaus. Die Rettungskräfte der Feuerwehr und der Hilfsorganisationen waren am Rosenmontag in
Düsseldorf mit rund 300 Frauen und Männern im Einsatz, darunter sechs Ärzte. Dazu standen zusätzlich 13 Rettungswagen, drei Notarzteinsatzfahrzeuge und neun Krankenwagen bereit.




