Smart-Home-Technik kann in unterschiedlichen Bereichen des Wohnalltags unterstützen: Gerade in dicht bebauten Düsseldorfer Quartieren kann eine automatisierte Beschattung im Sommer dazu beitragen, Räume vor starker Aufheizung zu schützen. Im Winter können smarte Thermostate und Zeitsteuerungen dazu beitragen, Heizenergie gezielter einzusetzen und Kosten zu senken. Auch Beleuchtung, Raumklima, Sicherheit und Energieverbrauch lassen sich mit vernetzten Geräten komfortabler steuern.
Rollläden und Jalousien automatisch steuern
Großstädte heizen sich an heißen Tagen besonders stark auf. Versiegelte Flächen und fehlendes Grün verschärfen nach Einschätzung der Deutschen Umwelthilfe vielerorts die Hitzebelastung. Auch Düsseldorf reagiert darauf unter anderem mit einem Hitzeaktionsplan und einer Karte kühler Orte. Für angenehmere Temperaturen in den eigenen vier Wänden sind jedoch zusätzliche Maßnahmen am Gebäude oder in der Wohnung erforderlich.
Außen liegende Rollläden und Jalousien gehören zu den wirksamsten Möglichkeiten, Wohnräume vor sommerlicher Hitze zu schützen. Werden sie mit einem Motor und einer Steuerung ausgestattet, können sie sich zu festgelegten Zeiten oder abhängig von Sonneneinstrahlung und Außentemperatur automatisch schließen. Das ist besonders praktisch, wenn tagsüber niemand zu Hause ist.
Eine solche Nachrüstung kann sich beispielsweise in Dachgeschosswohnungen oder Räumen mit großen, nach Süden oder Westen ausgerichteten Fenstern lohnen. Ob dafür lediglich ein vorhandener Rollladen motorisiert werden muss oder größere Arbeiten notwendig sind, hängt von der jeweiligen Anlage ab. Wer sich über passende Lösungen informieren möchte, findet bei einem Fachhändler in Düsseldorf Beratung zu motorisierten Rollläden und Sonnenschutzsystemen, die sich in bestehende Smart-Home-Lösungen integrieren lassen. In Mietwohnungen sollten bauliche Veränderungen vorab mit dem Vermieter oder der Vermieterin abgestimmt werden.
Wer die Beschattung mit weiteren Geräten vernetzen möchte, sollte darauf achten, dass Antrieb, Steuerung und Smart-Home-System miteinander kompatibel sind. Neben etablierten Funkstandards wie Zigbee oder Z-Wave spielt dabei auch Matter eine Rolle. Der Standard soll die herstellerübergreifende Einbindung von Smart-Home-Geräten vereinfachen.
Raumklima messen und Lüftung automatisch steuern
Sensoren können Temperatur, Luftfeuchtigkeit und CO₂-Gehalt kontinuierlich erfassen. Werden festgelegte Grenzwerte überschritten, senden sie je nach System eine Benachrichtigung an das Smartphone oder lösen automatisch eine Lüftung aus. Dafür müssen die Sensoren mit einer kompatiblen Steuerung sowie motorisierten Fenstern oder einer Lüftungsanlage verbunden sein.
Ein typisches Beispiel ist das Badezimmer: Steigt die Luftfeuchtigkeit nach dem Duschen stark an, kann das System automatisch die Lüftung einschalten und wieder abschalten, sobald sich die Werte normalisiert haben. Auch in Schlaf- oder Kinderzimmern kann eine CO₂-Messung dabei helfen, den notwendigen Luftaustausch besser zu steuern. Eine solche Automatisierung kann das regelmäßige Lüften erleichtern und einer dauerhaft erhöhten Luftfeuchtigkeit entgegenwirken.
Smarte Beleuchtung automatisch steuern
Smarte Lampen und Leuchten lassen sich an unterschiedliche Alltagssituationen anpassen. Je nach System können Helligkeit und Farbtemperatur nach Uhrzeit eingestellt oder über Bewegungs- und Präsenzmelder gesteuert werden. Im Flur, Treppenhaus oder Eingangsbereich schaltet sich das Licht dann beispielsweise automatisch ein und nach einer festgelegten Zeit wieder aus.
Vor der Anschaffung sollte zunächst geprüft werden, welche Lampen, Leuchten und Schalter bereits vorhanden sind. Davon hängt ab, ob einzelne smarte Leuchtmittel, vernetzte Schalter oder ein zentral gesteuertes System sinnvoller sind. Wichtig ist außerdem, dass die Geräte und Funkstandards miteinander kompatibel sind. Anschließend lassen sich Helligkeit, Farbtemperatur und Lichtszenen für unterschiedliche Situationen festlegen und mit Zeitplänen, Bewegungsmeldern oder anderen Auslösern verknüpfen.
Auch Unterhaltungselektronik kann in solche Abläufe eingebunden werden. Für einen Kinoabend zu Hause lässt sich das Licht etwa automatisch dimmen, sobald der Fernseher oder Projektor eingeschaltet wird.
Energieverbrauch erfassen und Heizung steuern
Smarte Steckdosen mit Messfunktion können sichtbar machen, wie viel Strom einzelne Geräte verbrauchen. Dadurch lassen sich Geräte mit einem hohen oder unnötigen Verbrauch leichter erkennen. Ein intelligentes Messsystem erfasst dagegen den Stromverbrauch des gesamten Haushalts und stellt unter anderem aktuelle sowie zurückliegende Verbrauchswerte bereit.
In Haushalten mit einer Photovoltaikanlage kann ein Energiemanagementsystem dabei helfen, selbst erzeugten Strom gezielter zu nutzen. Waschmaschine, Geschirrspüler, Wärmepumpe oder Wallbox können dann möglichst zu Zeiten betrieben werden, in denen die Anlage ausreichend Strom produziert. Voraussetzung ist, dass die beteiligten Geräte und Komponenten miteinander kommunizieren können. Eine einzige gemeinsame Plattform ist dafür nicht in jedem Fall erforderlich.
Auch die Heizung lässt sich mit vernetzten Thermostaten zeit- oder raumabhängig steuern. Einige Systeme können zusätzlich die Heizleistung reduzieren, sobald ein Fenster geöffnet wird. Das kann unnötiges Heizen während des Lüftens vermeiden. Die Verbraucherzentrale weist allerdings darauf hin, dass smarte Thermostate vor allem dann sinnvoll sind, wenn Räume regelmäßig zu unterschiedlichen Zeiten genutzt werden.
Wie hoch die tatsächliche Einsparung ausfällt, hängt vom Gebäude, vom bisherigen Heizverhalten und von den gewählten Einstellungen ab. Die häufig genannte Faustregel, wonach ein Grad weniger Raumtemperatur rund sechs Prozent Heizenergie oder Heizkosten sparen kann, bietet Orientierung, ist jedoch kein garantierter Wert für jeden Haushalt.