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Großübung der Düsseldorfer Feuerwehr

Am Wochenende hat die Feuerwehr den Ernstfall mit vielen kontaminierten Verletzten geprobt. 200 Teilnehmer stellten ihr Können unter Beweis.

Zum Glück handelte es sich nur um eine Übung der Düsseldorfer Feuerwehr.

Das Drehbuch sah folgendes Szenario vor: In einer Lagerhalle der chemischen Industrie - dargestellt durch eine Baracke - erlitt ein Gabelstaplerfahrer einen Herzinfarkt und fuhr gegen ein Regal, in dem Fässer mit Gefahrstoff lagerten. Neben diesem Regal stand eine Gruppe von 27 angehenden Logistikkaufleuten. Durch die Kollision brach das Regal zusammen, mehrere Fässer schlugen auf dem Boden auf und waren undicht geworden. Teilweise wurden die Azubis von den herunterfallenden Fässern getroffen. Bei dem Unfall wurden die Lehrlinge auch mit auslaufender zehnprozentiger Eisen(III)-Chloridlösung kontaminiert.

Zunächst galt es, die 27 Verletzten unter Berücksichtigung des Eigenschutzes der Retter aus dem Gefahrenbereich zu retten und medizinisch zu versorgen. Neben chirurgischen Verletzungen waren die Personen auch mit dem Gefahrstoff verunreinigt. Die Retter trugen Ganzkörperschutzanzüge mit Atemschutz, wodurch das Arbeiten erheblich erschwert wurde. Aber unter den besonderen Bedingungen zum Einhalten des Eigenschutzes unabdingbar. Die Kontaminierten wurden zunächst an einer Verletztenablage am äußeren Rand der Absperrung zum Unfallort grob dekontaminiert durch Ablegen der Kleidung und anschließend medizinisch erstversorgt.

Danach erfolgte eine Nassdekontamination der Betroffenen am so genanten „Not-Dekonplatz“, wie auch am „Personen-Dekonplatz“. Erstmals setze die Feuerwehr den vom Land NRW bereitgestellten Abrollbehälter für Personendekontamination (AB V-Dekon) ein. Anschließend erfolgte der Transport zu einem fiktiven Krankenhaus.

Alle Übungsziele wurden von den Teilnehmern erkannt und umgesetzt. Ein Beobachterteam wertet die Übung akribisch aus. Danach wird eine Nachbesprechung angesetzt. Dr. Andreas Bräutigam von der Feuerwehr Düsseldorf zeigte sich äußerst zufrieden: „Dieses Ergebnis hatte ich so nicht erwartet. Der Anspruch an die Teilnehmer war sehr hoch. Viele Teilziele haben die Probanden sehr gut gemeistert. Nur wenige, kleinere Korrekturen müssen wir im Ablauf vornehmen, um optimal für den Ernstfall gerüstet zu sein“.

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