Die Auswertung der Kriminalitätslagebilder der vergangenen Monate und die Feststellung von zahlreichen Verstößen unter anderem gegen das Betäubungsmittelgesetz, aber auch gegen andere Rechtsnormen, hatte die Düsseldorfer Kriminalpolizei um Einsatzleiter Kriminaloberrat Roland Wolff dazu veranlasst, ein deutliches Zeichen in die Rotlichtszene zu senden. "Wir wollen frühzeitig deutlich machen, dass wir die Szene im Blick haben und Düsseldorf kein attraktiver Standort für Zwangsprostitution, Zuhälterei, illegale Beschäftigung und andere Milieustraftaten ist!" so Wolff. Und so startete in der Nacht von Freitag auf Samstag um 22.30 Uhr in acht Bordellbetrieben in den Stadtteilen Stadtmitte, Reisholz und Düsseltal eine gemeinsame Kontrollaktion der Polizei, des Ausländer- und Ordnungsamtes sowie des Hauptzollamtes und der Steuerfahndung. Hierbei kontrollierten die Beamtinnen und Beamten insgesamt 175 Frauen und Männer und überprüften unter anderem die Geschäftsunterlagen der Betreiber auf deren Richtigkeit.
Vorbehaltlich einer späteren Abschlussbilanz wurden sieben Strafanzeigen wegen Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz gefertigt, ein Haftbefehl vollstreckt (nach Zahlung von 990 Euro außer Vollzug gesetzt) und ein Verstoß gegen arbeitsrechtliche Bestimmungen geahndet. Die Razzia endete in den
frühen Morgenstunden und verlief ohne Zwischenfälle, Widerstände gegen die Maßnahmen der Beamten oder gar Verletzte.
"Es war und ist nicht unser Ansinnen, einen Berufsstand oder lizenzierte und angemeldete Gewerbetreibende eines bestimmten Dienstleistungsbereiches zu diskreditieren, aber es muss auch klar sein, dass die private Atmosphäre eines Erotik-Etablissements keinen rechtsfreien Raum schafft." so Einsatzleiter Roland Wolff, der sich mit dem Ablauf und dem Ergebnis der Aktion zufrieden zeigte. "Wir werden auch in Zukunft mit gezielten Kontrollen Druck auf die Szene ausüben." ergänzte der Kriminaloberrat.
Großrazzia im Düsseldorfer Rotlichmilieu
Die Polizei und andere Behörden führten eine Razzia im Rotlichtmilieu durch. Foto: pixelio.de/Arno Bachert



