In Anwesenheit zahlreicher Gäste überreichte der japanische Generalkonsul Shin MARUO in feierlichem Rahmen in seiner Residenz in Erkrath der international anerkannten Künstlerin den "Orden der Aufgehenden Sonne am Halsband, goldene Strahlen". Prominente Gäste waren Herr Grosse-Brockhoff (Staatssekretär für Kultur des Landes NRW), die Bürgermeisterin von Wuppertal, Frau Silvia Kaut, Herr Hans-Georg-Lohe, (Kulturdezernent der Landeshauptstadt Düsseldorf), Herr Yasuo Inadome, Abteilungsleiter für Öffentlichkeitsarbeit beim Japanischen Club Düsseldorf, und die Tänzer und Tänzerinnen aus dem Ensemble von Pina Bausch.
Generalkonsul Maruo hob die große Japanverbundenheit von Pina Bausch hervor. Er wies darauf hin, dass sie in mehr als 20 Jahren regelmäßig in Japan künstlerisch tätig gewesen sei. Frau Bausch habe einen großen Beitrag zur Fortbildung japanischer Tänzer geleistet und viele Werke an verschiedenen Orten des Landes gezeigt. Vor allem das 2004 in Zusammenarbeit mit der Präfektur Saitama und dem Nippon Cultural Center entstandene Stück "Ten Chi (Himmel und Erde)" sei begeistert vom japanischen Publikum aufgenommenworden.Für Herrn Grosse-Brockhoff, der die Laudatio hielt, hat "Pina Bausch nicht nur den Tanz, sondern generell das Theater revolutioniert." Ihre Tanzkunst sei „eine neue Schule des Sehens und der Gefühle“. Frau Bausch sei "unbestritten die prominenteste Kulturbotschafterin des Landes NRW". Nach der Ordensüberreichung bedankte sich Pina Bausch für die ihr zuteil gewordenenEhrungen. Sie zeigte sich sehr beeindruckt von der Aufgeschlossenheit, die ihr und ihrem Ensemble in Japan stets entgegengebracht werde. Jeder Aufenthalt sei mit unvergesslichen Erlebnissen verbunden, die "freundschaftlichen unschätzbaren Begegnungen in Japan" machten sie "sehr, sehr glücklich".Pina Bausch, die seit 1973 das Wuppertaler Tanztheater leitet, gelang es, sich im Laufe ihrer langen künstlerischen Laufbahn in der internationalen Tanzszene einen bedeutenden Namen zu machen. Sie selbst oder ihre Tänzer bieten während vieler Japanaufenthalte Workshops und Vorträge an, Fotografen stellen Bilder zu ihren Stücken aus. Darüber hinaus hat Pina Bausch seit 1985 immer wieder japanische Tänzer in ihre Companie engagiert. Einigeerfahrene Tänzer des Ensembles reisen häufig nach Japan, um dort mit jungen japanischen Tänzern zu arbeiten und fördern so den intensiven Austausch mit der japanischen zeitgenössischen Tanzkultur. Im vergangenen Jahr war sie mit dem hochdotierten Kyoto-Preis ausgezeichnet worden, einer der höchsten japanischen Ehrungen im kulturellen und wissenschaftlichen Bereich.




