"Geocaching lässt sich am besten als eine Art moderner Schatzsuche undSchnitzeljagd beschreiben", erklärt Gründezernentin Helga Stulgies. Vor allem junge Leute werden dadurch angesprochen. Im Zuge der Entente Florale Europa ist das Geocaching einer der vier Bürgerwettbewerbe, den die Landeshauptstadt Düsseldorf anbietet. "Ziel ist es, dadurch jungeLeute vom Computer weg und in die Natur zu locken", betont die Gründezernentin. Der Wettbewerb läuft gut: 21 Schulklassen haben sich seit Mitte Mai daran beteiligt.
Das Prinzip des Geocaching ist ganz einfach: Es gibt Leute, die verstecken irgendwo Dosen voller kleiner netter Dinge sowie einem Notizbüchlein, das so genannte Logbuch. Dann veröffentlichen sie das Versteck in Form von Koordinaten im Internet. Ausgestattet mit einem Global-Positioning-System-(GPS)-Empfänger und den Koordinaten eines "Schatzes" können die Schulklassen die Schätze finden.
Die Schüler der Joseph-Beuys-Gesamtschule haben die Vorarbeit für die Schatzsucher geleistet. Sie haben den "Cache" gelegt. Er ist an ungewöhnlichen Plätzen im und um den Südpark versteckt. Marcel und Patrick aus der Klasse 9.1 berichten: "In den ersten Stunden haben wir gelernt, was Geocaching überhaupt ist, vorher hatten wir noch nie etwas davon gehört". Zunächst wurden zehn Geckos (GPS-Empfänger) bestellt, die dann gegen ein Pfand an die teilnehmenden Klassen ausgeliehen werden. Die Ausleihe erfolgt über die Gesamtschule. Für die anderen Schulklassen wurden dann die Koordinaten des Caches ins Internet gestellt. Diese merken sie sich und nutzen die GPS-Geräte, um die Schätze zu finden. Dann wird eine Kleinigkeit aus dem Inhalt der Dose ausgetauscht, der Besuch geloggt und die Dose wieder an derselben Stelle versteckt-für die nächsten Schüler. So weit zu den Grundregeln. Natürlich steckt viel mehr dahinter. Beispielsweise gibt es Cache-Arten, vom einfachen Cache, bei dem man praktisch fast mit dem Auto vorfahren kann über Caches, die nur mit speziellem Equipment erreichbar sind, etwa mit Bergsteiger- oder Schnorchelausrüstung, bis hin zu Rätselcaches, die Knobelei erfordern.
"Eine Gemeinsamkeit gibt es immer: Der mit dem Geocaching verbundene Spaß", betont Martina Tollkamp, Projektleiterin des Wettbewerbes Geocaching. Spaß am Unterwegssein, am Aufenthalt im Freien, Spaß an der Suche und der Knobelei. Und Spaß am Austausch mit anderen Geocachern – über die Logbucheinträge, über die einschlägigen Websites oder Foren oder auch bei Treffen, so genannten Event-Caches. Die Faszination Geocaching ist schwierig auf den Punkt zu bringen, denn so unterschiedlich wie die Cachetypen, so abwechslungsreich wie die Landschaften, in denen Caches versteckt sind, so verschieden sind auch die Geocacher-Typen: Während die einen Geocaching als Zusatzanreiz beim sportlichen Wandern betreiben, nutzen andere den Reiz der Schatzsuche einfach, um ihre Kinder, oder sich selbst, zu Ausflügen zu bewegen.
Einzelheiten zu allen vier Bürgerwettbewerben im Zuge der Entente Florale gibt es im Internet unter:




