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Fortuna: "Spieltag" endete erst tief in der Nacht

Nach 90 Minuten stand es zwischen Fortuna Düsseldorf und der zweiten Mannschaft von Bayern München 1:1. Die "Verlängerung" in der Altstadt wertet die Polizei 41:4 für Düsseldorf. Es gab zahlreiche Festnahmen.

Die Fortuna hat sich am Wochenende nicht an die Tabellenspitze der 3. Liga herankämpfen können. Gegen die nach ihrem Führungstreffer in der 14. Minute äußerst defensiv agierenden Bayern aus München fand das Team von Trainer Norbert Meier lange Zeit kein Mittel. Die wenigen Fortuna-Chancen konnte entweder der bayuwarische Abwehrriegel oder aber Torhüter Kraft vereiteln. Eine Hiobsbotschaft dann in der 29. Spielminute: Der bis dahin sehr gut spielende Hamza Cakir musste, nach einem Zweikampf stark blutend, ausgewechselt und anschließend mit neun Stichen unter der Augenbraue genäht werden. 

Nach dem Seitenwechsel agierten die Fortunen offensiver und kamen in der 63. Minute zum verdienten 1:1 durch Jovanovic.

Gäste-Trainer Hermann Gerland fand nach dem Abpfiff klare Worte über die Leistung seiner Elf: "Erbärmlich!" Fortuna-Coach Meier analysierte ruhig und besonnen, dass man zwar hätte gewinnen müssen, aber der Kraftaufwand nach dem Führungstreffer sehr hoch gewesen sei.

In die "Nachspielzeit" ging die Partie dann am Abend in der Altstadt, wie die Polizei meldet.
Mit mehr als einer Hundertschaft waren die Beamten bis gegen 3.30 Uhr an neuralgischen Punkten präsent und verhinderten so Ausschreitungen. Bei niedriger Einschreitschwelle mussten 41 Fortunen und vier Bayern ihr Gemüt im Polzeigewahrsam abkühlen. Ausschreitungen wurden so verhindert. Nach dem Spiel wurden in der Altstadt 70 Münchener und 80 Düsseldorfer Problemfans ausgemacht. Durch ein gezieltes Raumschutzkonzept konnten die Polizeikräfte ein Aufeinandertreffen der gegnerischen Fans verhindern. Die rivalisierenden Fangruppen versuchten jedoch sich mehrfach an verschiedenen Orten in der Altstadt zu treffen, um sich dort zu schlagen.

Der Polizei gelang es schließlich gegen 18 Uhr ein 41-köpfige, aggressive Gruppierung in der Altstadt (Mühlenstraße) festzusetzen. Diese Personen hatten am Nachmittag immer wieder die Konfrontation gesucht. Diese Personen wurden bis zur Abfahrt der Münchener um 3.30 Uhr in Gewahrsam genommen. Um 2.15 Uhr kam es in der Mertensgasse zu einem zufälligen Aufeinandertreffen von Düsseldorfern und Münchnern. Die Personen schlugen sofort aufeinander ein. Starke Polizeikräfte lösten die Situation auf. Verletzt wurde niemand. Vier weitere Personen mussten nach der Auseinandersetzung ebenfalls in das Gewahrsam.

 

 

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