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Düsseldorfer Flughafen verstärkt Winterdienst

Mit den niedrigen Temperaturen in den Früh- und Abendstunden ist am Düsseldorfer Flughafen die Enteisungssaison gestartet - mit mehr Technik und Personal als in den Vorjahren.

Der Düsseldorfer Flughafen verfügt über zahlreiche Räumfahrzeuge. Foto: Düsseldorf International

Aufgrund der ungewohnt harten Winter der vergangenen zwei Jahre hat sich Düsseldorf International für die diesjährige Wintersaison mit mehr Technik, Material und Personal gerüstet. Vor allem im letzten Jahr waren alle Verkehrsträger von Auswirkungen durch die extremen Schneemengen betroffen. „Wir haben uns gut auf die Wintersaison vorbereitet“, betont Michael Hanné, Leiter des Bereiches Operations am Airport. „Da die Sicherheit im Luftverkehr aber stets absoluten Vorrang hat, sind Verzögerungen bei so extrem starken Schneefällen wie in den vergangenen Jahren  niemals ganz auszuschließen.“ Am Flughafen haben die Vorbereitungen auf diesen Winter bereits im September mit Schulungen und Materialwartungen begonnen.

Das Team des Winterdienstes wurde um 15 Mitarbeiter auf insgesamt 185 verstärkt. Der Winterdienstplan tritt in Kraft, sobald sich Schnee und Eis ankündigen. Mit 200 Tonnen Sand und einem Fuhrpark mit über 20 Spezialfahrzeugen ist der Flughafen auf die frostigen Zeiten vorbereitet. Auch die Lagerkapazitäten für das Enteisungsmittel der Flächen wurden mit einem zusätzlichen Tank von 250.000 auf 350.000 Liter aufgestockt. Weiterer Nachschub wird bei Bedarf im Laufe des Winters angeliefert.

Wenn die Kälte kommt, werden die Rollwege und das Vorfeld mit Spezialfahrzeugen schnee- und eisfrei gehalten. Vier Sprühwagen verteilen bei Frost und leichtem Schnee umweltverträgliches Enteisungsmittel auf dem Boden. Bei stärkerem Schneefall arbeitet das Winterdienst-Team mit Räummaschinen, den so genannten Kehrblasgeräten. Düsseldorf International besitzt 14 dieser Fahrzeuge. Sollte sich der Schnee als besonders hartnäckig erweisen, können die Mitarbeiter zudem noch auf zwei Schneefräsen zurückgreifen.

Die Enteisungssaison für Flugzeuge beginnt jedes Jahr am 1. Oktober. Im Winter müssen die Maschinen unter die Frostschutzdusche, denn mögliche Schnee- und Frostansätzen auf Rumpf- und Tragflächen können die Aerodynamik und das Flugverhalten beeinträchtigen. Erst wenn die Flugzeuge schnee- und eisfrei sind und Schutz vor Wiedervereisung erhalten haben, dürfen sie starten. Ist die Maschine erst einmal in der Luft, verhindern bordeigene Systeme Vereisungen.

Insgesamt 62 speziell ausgebildete Mitarbeiter treten im Bereich der Flugzeugenteisung in Aktion. Internationale Richtlinien und Airline spezifische Manuals bilden die Grundlagen für das Enteisen und regeln den Umgang mit Enteisungsflüssigkeiten bei bestimmten Witterungsverhältnissen. Das Enteisungsmittel besteht aus einer material- und umweltverträglichen Flüssigkeit, die jeweils entsprechend dem Wetter, der aktuellen Lufttemperatur und den Anforderungen der Piloten mit heißem Wasser gemischt auf die Flugzeuge aufgetragen wird. Auch die Grundvorräte an diesem Enteisungsmittel wurden am Düsseldorfer Airport um 30 Prozent auf rund 180.000 Liter aufgestockt. Darüber hinaus sicherten die Hersteller zu, im Falle des Bedarfs zeitnah weiteres Mittel in ausreichender Menge zur Verfügung stellen zu können. Im vergangenen für die gemäßigten Breiten ungewohnt starken Winter wurden insgesamt rund 1,2 Millionen Liter Enteisungsflüssigkeit bei etwa 4.700 Vorgängen verbraucht.

Bei Raureif können die Teams etwa 24 Flugzeuge pro Stunde enteisen. Länger dauern die Vorgänge bei harter Vereisung oder Schneefall – pro Flugzeug bis zu 30 Minuten. Damit zwischen der Enteisung und dem Start des Flugzeugs so wenig Zeit wie möglich vergeht, gibt es in direkter Nähe zur Startbahn eigene Enteisungspositionen für die Frostschutzdusche durch die Enteisungsfahrzeuge. Bis zu vier Teams mit insgesamt zehn Spezialfahrzeugen können zeitgleich im Einsatz sein, damit die Flugzeuge anschließend sicher und zügig in die Luft gehen.

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