Düsseldorf will soziale Treffpunkte in seinen Stadtteilen und Quartieren stärken. Eine neue Broschüre des Amtes für Soziales und Jugend stellt dafür 196 bestehende Einrichtungen und Angebote vor. Sie reicht von Familienzentren und Jugendfreizeiteinrichtungen bis zu Bürgerhäusern und Quartierstreffs.
Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller stellte die Broschüre „Soziale Orte – Wir gemeinsam in Düsseldorf“ am Montag, 28. September 2026, im Rathaus vor. Dabei waren auch Stadtdirektor Burkhard Hintzsche, Amtsleiter Stephan Glaremin und die AWO-Vorstandsvorsitzende Marion Warden.
Hinter dem Projekt steht eine Entwicklung in den Stadtteilen. Traditionelle Treffpunkte wie Gaststätten oder Vereinsheime übernehmen diese Funktion nach Angaben der Stadt zunehmend seltener. Auch Kirchengemeinden reduzieren Angebote in den Quartieren.
„Soziale Orte sind die Grundlage für ein lebendiges Miteinander in unseren Quartieren“, sagte Keller. Solche Orte böten Raum für Begegnung, Austausch und gegenseitige Unterstützung. Zugleich verwies der Oberbürgermeister auf Einsamkeit als gesellschaftliche Herausforderung über alle Altersgruppen hinweg.
Mehr als 500.000 Besuche bei den „zentren plus“
Wie stark einige Angebote genutzt werden, zeigen die Zahlen für 2025. Die acht Düsseldorfer Bürgerhäuser registrierten insgesamt 206.040 Besucherinnen und Besucher sowie Teilnehmende. Hinzu kamen 7.925 Raumvermietungen.
Die Familien- und Stadtteiltreffs zählten 155.406 Besuche. Davon entfielen 60.238 auf Kinder und Jugendliche. Die Einrichtungen boten 86.695 Veranstaltungen und Kurse an.
Die „zentren plus“ kamen auf 501.799 Besuche und Teilnahmen. Dort engagierten sich im Durchschnitt 1.124 Menschen pro Monat ehrenamtlich.
Bürgerhäuser, Stadtteil- und Familientreffs sowie Quartierstreffs stehen grundsätzlich allen Bürgerinnen und Bürgern offen. Die neue Broschüre soll diese Angebote bekannter machen und Menschen verschiedener Zielgruppen auf bestehende Begegnungsmöglichkeiten aufmerksam machen.
Datenbank zeigt verfügbare Gemeinschaftsräume
Ergänzend zur Broschüre gibt es die neue Datenbank „Gemeinschaftsräume“. Dort finden sich Informationen über verfügbare Räume für bürgerschaftliches Engagement und Aktivitäten in der Nachbarschaft.
Das Amt für Soziales und Jugend will bestehende soziale Orte weiterentwickeln und neue Ansätze gegen Einsamkeit verfolgen. Amtsleiter Stephan Glaremin nannte dabei unter anderem Social Prescribing. Bei diesem Ansatz werden soziale Aktivitäten und Begegnungsmöglichkeiten vermittelt.
Weitere Informationen zu den Sozialen Orten gibt es unter www.duesseldorf.de/soziales/soziale-orte