Die Landeshauptstadt Düsseldorf hat sich der bundesweiten Initiative „Region der Lebensretter e. V.“ angeschlossen. Seit dem 2. September 2025 ist die gleichnamige App offiziell in Betrieb. Ziel ist es, qualifizierte Ersthelfende bei vermuteten Herz-Kreislauf-Stillständen schnell zu alarmieren und so wertvolle Minuten zu gewinnen, bis der Rettungsdienst eintrifft. Das System funktioniert einfach: Geht über die Notrufnummer 112 ein Hinweis auf einen Herzstillstand ein, alarmiert die Leitstelle neben dem Rettungsdienst auch medizinisch geschulte Freiwillige in der Nähe. Diese erhalten über die App einen Voralarm, werden zum Einsatzort navigiert und bekommen Hinweise auf verfügbare Defibrillatoren. Innerhalb von drei bis fünf Minuten können sie mit lebensrettenden Maßnahmen beginnen.
Erfolgreiche Premiere in Düsseldorf
Schon in der Testphase zeigte sich das Potenzial. Im August erlitt ein Mann Anfang 50 einen Herzstillstand. Weniger als zwei Minuten nach Alarmierung traf ein Ersthelfer ein und reanimierte erfolgreich, bevor der Rettungsdienst übernahm. Der Patient konnte wach in eine Klinik gebracht werden. Oberbürgermeister Stephan Keller sprach von einem „neuen Kapitel in der Notfallversorgung“. Gesundheitsdezernent Christian Zaum betonte, dass die App zeige, wie verantwortungsvoll eingesetzte Digitalisierung Leben retten könne.
Ergänzung zum Rettungsdienst
Jährlich werden in Düsseldorf rund 600 Reanimationen durchgeführt. Mit bis zu 36 Rettungswagen und 10 Notarzteinsatzfahrzeugen ist die Stadt gut ausgestattet, doch die entscheidenden ersten Minuten bleiben kritisch. Durch die App soll die Überlebenschance der Betroffenen deutlich steigen.
Wer kann man mitmachen?
Mitmachen können medizinisch qualifizierte Erwachsene, etwa Sanitätshelferinnen, Gesundheits- und Krankenpfleger oder Klinikpersonal mit aktueller BLS- oder ALS-Zertifizierung. Nach Registrierung in der App und erfolgreicher Prüfung werden die Ersthelfenden freigeschaltet. Die „Region der Lebensretter 3.0“ steht kostenlos für iOS und Android zur Verfügung.




