Der Biber besiedelt wieder die Urdenbacher Kämpe. Bereits im letzten Sommer wurden am Urdenbacher Altrhein erste Beobachtungen gemacht. Dabei wurden umfangreiche Nagespuren an Baumstämmen entdeckt, die eindeutig dem Biber zugeordnet werden können. Inzwischen konnte man sogar zwei Biber gleichzeitig beobachten.
Es ist der erste Nachweis des Bibers auf Düsseldorfer Stadtgebiet seit fast 200 Jahren. Der Biber kam seit etwa 1830 nicht mehr im Rheinland vor. Damals wurde er durch den Menschen ausgerottet. Wann genau es zum letzten Mal Biber in Düsseldorf gegeben hat, ist nicht bekannt.
Ab 2014 wurde die Tierart vier Mal anhand der typischen Fußspuren im Düsseldorfer Stadtgebiet nachgewiesen. Es kam jedoch bisher zu keiner dauerhaften Ansiedlung oder Paarbildung. In der Urdenbacher Kämpe wird der Biber nunmehr vermutlich weiter Fuß fassen, da ein entsprechender Lebensraum und zum ersten Mal ein Paar der Art vorhanden ist. Die Stadt rechnet darüber hinaus mit weiteren Ansiedlungen in Düsseldorf. Der Urdenbacher Altrhein wurde in einem gemeinsamen Projekt der Stadt Düsseldorf und der Biologischen Station Haus Bürgel in den Jahren 2013 und 2014 großflächig renaturiert. Entstanden ist seitdem ein Mosaik aus Wasser, Röhricht und Weidenwald, das nun auch einen optimalen Lebensraum für den Biber bildet.
Die Stadt bittet im Sinne des Arten- und Naturschutzes um größtmögliche Rücksichtnahme, indem man die Tiere nicht stört, sich nicht nähert und sie nicht füttert.




