Wenn die Sommerferien beginnen, fehlen vielen Familien die gewohnten Betreuungsangebote. Der Kinderschutzbund Düsseldorf möchte diese Lücke mit einem besonderen Projekt schließen. Mit dem „Blauen Elefanten auf Rädern“ tourt ein mobiles Spiel- und Beratungsangebot vom 20. Juli bis 1. September durch die Stadtbezirke 9 und 10 und macht an Spielplätzen, Parks und Unterkünften für Geflüchtete Halt.
Spiel, Bewegung und Kinderrechte
An insgesamt rund 30 Einsatztagen ist der „Blaue Elefant auf Rädern“ jeweils montags bis freitags von 15 bis 18 Uhr unterwegs. Montags und freitags macht das mobile Angebot an Unterkünften für Geflüchtete Halt. Dienstags ist es auf dem Platz der Kinderrechte im Volksgarten zu finden, mittwochs am Wasserspielplatz an der Peter Behrens Straße in Garath und donnerstags auf dem Spielplatz an der Geeststraße in Holthausen.
Kinder können dort spielen, Sport treiben und kreativ werden. Gleichzeitig lernen sie ihre Rechte kennen, etwa das Recht auf Freizeit, Erholung und eine gewaltfreie Erziehung.
Unterstützung für Familien
Während die Kinder spielen, erhalten Eltern die Möglichkeit, sich in ungezwungener Atmosphäre zu Alltags- und Erziehungsfragen beraten zu lassen. Das Angebot richtet sich besonders an Familien, die klassische Beratungsstellen bislang nur schwer erreichen oder nutzen.
Projektleiterin Lilli Haase betont, dass das Projekt verlässliche Strukturen direkt in die Quartiere bringe. Kinder könnten Gemeinschaft erleben und unbeschwerte Feriennachmittage verbringen, während Eltern im Alltag entlastet würden.
Kostenloses Angebot in den Sommerferien
Das Ferienprogramm ist für alle Teilnehmenden kostenlos. Finanziell unterstützt wird das Projekt von der Magdalene Gerhard Stiftung. Nach Angaben des Kinderschutzbundes wäre das pädagogische Angebot ohne diese Förderung nicht möglich.
Mit dem „Blauen Elefanten auf Rädern“ möchte der Kinderschutzbund Familien dort erreichen, wo sie ihren Alltag verbringen – direkt im Stadtteil und ohne Hürden.