Es war ein wahrhaft riesiger Ammonit, der 1895 in einem Steinbruch bei Seppenrade im Münsterland gefunden wurde. Bis heute ist es der größte bekannte Ammonit der Welt mit einem Durchmesser von 1,80 Meter und einem Gewicht von 3,5 Tonnen. Nach dem Fundort bei Seppenrade wurde die Art Parapuzosia seppenradensis genannt. Das versteinerte Original ist etwa 72 Millionen Jahre alt und steht im Museum für Naturkunde in Münster. Es ist als Fossil des Jahres 2008 ausgewählt worden. Im Aquazoo-Löbbecke-Museum, Kaiserswerther Straße 380, ist in Raum Q ein Abguss dieses Riesenammoniten zu sehen. Im Gegensatz zum Original hängt der Ammonit im Aquazoo nach wissenschaftlichen Erkenntnissen "richtig herum": die Wohnkammer der Tiere lag nämlich unten.
Ammoniten sind ausgestorbene Meerestiere. Sie entstanden vor etwa 390 Millionen Jahren und starben am Ende der Kreidezeit vor 65 Millionen Jahren gemeinsam mit den Dinosauriern aus. Ihr Gehäuse erinnert an eine Schnecke, doch sie sind näher verwandt mit Tintenfischen, Kalmaren und Kraken und gehören wie diese zu den Kopffüßern. Der Name "Ammonit" oder "Ammonshorn" leitet sich von den Widderhorn-ähnlichen Gehäusen ab. Der Widder war das heilige Tier des ägyptischen Gottes Ammon, der in vielen Darstellungen auch selbst Widderhörner auf dem Kopf trägt. Geologen nutzen ihre versteinerten Überreste als Hilfsmittel, um das Alter von Gesteinen aus Meeresablagerungen zu bestimmen.




