Die beiden Streiktage der Lufthansa-Töchter CityLine und Eurowings sind gerade überstanden, da rollt schon die nächste Streikwelle auf den Düsseldorfer Flughafen zu. Dieses Mal trifft es den "Mutterkonzern" und seine Passagiere.
Die Gewerkschaft ver.di hatte ihre Mitglieder, die bei Lufthansa in den Bereichen Kabine, Technik, Catering, Passage und Systems tätig sind, nach einer bereits längeren Tarifauseinandersetzung zur Urabstimmung aufgerufen. Das Resultat war eindeutig: 90,7 Prozent stimmten für unbefristete Streiks.
Zuvor hatte Lufthansa-Verhandlungsführer und Konzernvorstand Stefan Lauer noch einmal an ver.di appelliert, "sich angesichts des sich nun abzeichnenden Arbeitskampfes der Verantwortung bewusst zu sein, die wir alle, Unternehmen und Tarifpartner, gegenüber unseren Mitarbeitern, vor allem aber gegenüber unseren Kunden haben." Die seit geraumer Zeit angekündigten Arbeitskampfmaßnahmen hätten das Buchungsverhalten der Kunden bereits negativ beeinflusst, so Lauer weiter.
Ver.di-Bundesvorstand Erhard Ott konterte: "Dieser Arbeitskampf gefährdet nicht den weiteren Aufstieg der deutschen Vorzeige-Airline. Lufthansa ist in der Champions-League und wird es bleiben. Nur eins wird sich ändern: Gehalt und Gewinnbeteiligung der Mannschaft müssen jetzt endlich auch aufsteigen."
Die Folgen für die Passagiere, die ab Montag ab Düsseldorf oder einem anderen Flughafen mit der Kranich-Airline abheben wollen, sind noch nicht absehbar. "Wir gehen davon aus, dass nur ein Bruchteil der Belegschaft in Deutschland dem Streikaufruf folgen wird", sagte Lufthansa- Sprecher Thomas Jachnow stern.de. Nach einem Bericht der "Rheinischen Post" hat Lufthansa einen Notfallplan erarbeitet, mit dem man mindestens 75 Prozent der Verbindungen sichergestellt werden.
Lufthansa hat für ihre Kunden eine Telefon-Hotline geschaltet, unter der Passagiere Informationen zu ihren Buchungen (Umbuchung / Stornierung) erhalten können: 0800 - 8 50 60 70 (kostenlos aus deutschen Fest- und Mobilfunktnetzen).




