Der Stadtentwässerungsbetrieb startet am Montag, 16. Juni, mit den Arbeiten zur Erneuerung der Altstadtkanäle. Die Stadt investiert in die Erneuerung rund 12,2 Millionen Euro. Neben dem reinen Kanalbau sind in dieser Summe auch alle sonstigen Kosten wie Straßenwiederherstellung, Leitungsverlegungen der Stadtwerke sowie Ingenieurhonorare eingeschlossen. Die Arbeiten erstrecken sich über insgesamt 1.200 Meter im Herzen der Altstadt. Sie starten im Bereich Mutter-Ey-, Hunsrücken-, Bolker-, Hafenstraße und Mertensgasse und sollen im
Kernbereich der Altstadt bis zum Jahr 2011 abgeschlossen sein. Der Bauablauf
wurde so geplant, dass während der Bauzeit einzelne Straßenabschnitte
maximal für etwa ein Jahr in Anspruch genommen werden.
Während der Weihnachtszeit von Mitte November bis Anfang Januar, rund um Karneval und während der großen Düsseldorfer Kirmes im Juli werden die Kanalbauarbeiten so fortgeführt, dass es zu keinerlei Beeinträchtigung der Veranstaltungen kommt. Die ursprünglich auf sechs Jahre angesetzte Bauzeit konnte nach Verhandlungen mit den Baufirmen auf drei Jahre reduziert werden. Erreicht werden konnte dies durch Parallelarbeit sowie den Einsatz von mehr Arbeitskräften und Maschinen.
Das bedeutet in der Praxis, dass es punktuell vermehrt Baustellen gibt,
dafür wurde aber die Bauzeit halbiert. Auslöser für die Kanalerneuerung sind die zahlreichen Schäden in den zum Teil mehr als 100 Jahre alten Kanälen. Dazu Dr. Claus-Henning Rolfs, der Leiter des Stadtentwässerungsbetriebes: "Die Kanäle weisen starke Risse und Scherbenbildungen auf. Das belegen detaillierte Aufnahmen, die wir mit dem Kanalfernsehen gemacht haben. Wir werden größtenteils unterirdisch arbeiten, wobei die Baustellen wandern."
Auf der Grabenstraße 8 wird ein Informationsbüro als Anlaufstelle eingerichtet.
Ein separater Termin zur Information der Öffentlichkeit über den Ablauf der Arbeiten findet am Mittwoch, 18. Juni, um 19 Uhr im Maxhaus, katholisches Stadthaus in Düsseldorf, Schulstraße 1, statt. Dazu sind alle Anlieger schriftlich eingeladen worden. Dr. Rolfs: "Dem Stadtentwässerungsbetrieb liegt viel daran, den Dialog mit den Betroffenen zu pflegen. Es wurden schon jetzt zahlreiche Gespräche mit Anliegern geführt. So lässt sich zeitnah ein Optimum an Abstimmung treffen, um die unumgänglichen Beeinträchtigungen auf ein Minimum zu reduzieren." Für die Kanalbauarbeiten in der Altstadt werden in der Nähe der Arbeitsbereiche so genannte Baustelleneinrichtungsflächen benötigt. Sie dienen der Lagerung von Stollenverbaumaterial, Holzbohlen, Material-
Container und dergleichen. Dafür wird während der Umbauphase der
Kunstsammlung NRW eine Fläche am Grabbeplatz vom Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW bereit gestellt.
Insgesamt verteilt sich die Kanalerneuerung in der Altstadt auf 23 Projekte,
von denen acht im Kernbereich zusammengefasst worden sind. Dazu gehören: Berger Straße, Bolkerstraße 2-50 und 52-56, Flinger Straße, Hafenstraße, Hunsrückenstraße/Mutter-Ey-Straße, Mertensgasse und Rheinstraße. Die restlichen 15 Maßnahmen außerhalb des Kernbereichs werden bis voraussichtlich 2014 separat vergeben.
100 Jahre alte Altstadtkanäle werden saniert

Die Schäden, wie dieser Bruch, wurden bereits im Vorfeld der Arbeiten dokumentiert. Foto: Stadt Düsseldorf



